Veganes Proteinpulver

Vegane Proteine wie Reis-, Erbsen- oder Lupinenprotein sind in der heutigen Gesellschaft voll im Trend, insbesondere wenn es um die gesunde und umweltbewusste Sporternährung geht. Beim Wort Protein denken die meisten Menschen an tierische Lebensmittel. Vegane Proteine wirken genau so gut wie tierische, wenn du sie richtig anwendest und kombinierst. Muskelaufbau mit veganen Proteinen ist möglich!
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Veganes Proteinpulver kaufen

Beim Wort Protein denken wir sofort an tierische Lebensmittel wie Fisch, Fleisch, Milchprodukte (Quark, Hüttenkäse) oder Eier, nicht wahr? In der veganen Ernährung haben Tierprodukte keinen Platz. Entgegen vieler Meinungen und "Vegan-Gegner", ist die Gefahr eines Proteinmangels trotzdem nicht vorhanden. Pflanzen und vegane Produkte sind sehr hochwertige und gesunde Proteinlieferanten. Ein sehr wichtiger Pluspunkt ist der geringe Anteil an Fett und Cholesterin, die in Tierprodukten sehr hoch sein kann und im Körper zudem zu höheren Blutfettwerten führen können. Die vegane Ernährung kann in einer Diät sogar hilfreich sein, um schneller abzunehmen und gesünder zu essen. Ersteres, weil der Stoffwechsel schneller läuft und der Körper entlastet wird.

Vegane Produkte und veganes Proteinpulver finden wir mittlerweile auch in Supermärkten wie Migros, Coop, Denner und natürlich auch in Reformhäuser und allen Online-Shops. Der vegane Trend ist definitiv angekommen und die zusammenhängende vegane Ernährung wird immer beliebter. Aber weisst du was es heisst vegan zu leben worauf du verzichten solltest, falls man das überhaupt muss? Wir helfen dir die vegane Lebensweise besser zu verstehen. Veganer verzichten freiwillig nicht wie Vegetarier nur auf Fleisch und Fisch, sondern prinzipiell auf alle Tierprodukte wie Eier und Milcherzeugnisse. Aber auch Honig fällt vom Speiseplan. Zudem legen Veganer beim Einkaufen den Fokus auf Produkte, die frei von veganen Inhaltsstoffen sind. Sportler, die vegane leben setzen zudem auf veganes Protein Pulver, um genug Protein für Muskelaufbau zu haben. Bei uns im Online-Shop findest du ein tolles Sortiment an veganen Proteinen wie Reisprotein, Erbsenprotein, Hanfprotein, Lupinenprotein, Sojaprotein und auch vegane Mehrkomponentenproteine wie das Weider Vegan Protein, das dir über mehrer Stunden mit Protein versorgt, damit der Körper kein Muskelabbau erleiden muss.

Alles Schall und Rauch? Das Hauptargument gegen die vegane Ernährung ist der Makronährstoff Protein. Hierbei ist es angeblich unmöglich dem Körper genug Protein zuzuführen. Dieses Argument müssen wir leider dementieren. Es ist zwar sicherlich schwieriger, aber bestimmt nicht unmöglich. Sportler verwenden Protein Pulver, um den höheren Proteinbedarf leicht abdecken zu können. Pflanzliche Lebensmittel wie Soja, Tofu, Hülsenfrüchte, Bohnen und Nüsse liefern dir gute Mengen an Protein und helfen dir beim Muskelaufbau. Vegane Sportler brauchen etwas mehr Protein für den Muskelaufbau und die Erholung und müssen zudem härter trainieren, das ist einfach Fakt.

Die besten veganen Proteinpulver

Mittlerweile ist die Auswahl an veganen Proteinpulver extrem hoch, daher haben wir hier eine kleine Auflistung der bekanntesten und beliebtesten Proteinarten.

Sojaprotein:
Sojaprotein ist die wohl bekannteste vegane Proteinquelle und wird als Ersatz an erster Stelle genannt. Zudem punktet diese starke Sojabohne mit der höchsten biologischen Wertigkeit von 84-86. Die biologische Wertigkeit beschreibt die Verwertung von Nahrungsproteinen. Sojaprotein hat zudem ein vollständiges und ausgewogenes Aminosäureprofil.

Wenn du deine Ernährung mit Sojaprotein ergänzen oder ersetzen möchtest, solltest unbedingt auf Bio Sojaprotein Isolat setzen, das keine Zusatzstoffe beinhaltet.

Nährwerte pro 100g Sojaprotein (ungefähr):
  • 85g Protein
  • 5g Kohlenhydrate
  • 1g Fett
  • 380 kcal

Hanf Protein:
Hanfprotein ist auch als Nährstoffbombe bekannt, selbst wenn der Proteingehalt mit 40% pro 100g erheblich niedriger ist als es bei Soja oder Reis der Fall ist, bringen dir die enthaltenen Nährstoffe einen Mehrwehrt. Hanfprotein beinhaltet von natur aus Nahrungsfasern, gesunde Omega-Fettsäuren, Vitamine, Mineralstoffe und komplexe Kohlenhydrate. Hanfprotein ist natürlich frei von THC. Wenn du mehr über Hanfprotein erfahren möchtest, dann gelangst du hier zu unsere Blog: Jetzt mehr über Hanfprotein erfahren.

Nährwerte pro 100g Hanfprotein (ungefähr):
  • 50g Protein
  • bis 25g Kohlenhydrate
  • 5g Fett
  • 350 kcal

Reisprotein:
Reis ist ein super Kohlenhydratlieferant, zudem enthält es hochwertiges Protein. Dem reis fehlt allerdings nur noch die Aminosäure L-Lysin und dann läge der Proteingehalt mit 80-86g (pro 100g) im oberen Bereich. Es hat eine biologische Wertigkeit von 81 und beinhaltet auf 100g maximal 1g Fett und Zucker. Reines Proteinpulver ist eher sandig und in Wasser schwer lösbar.

Nährwerte pro 100g Reisprotein (ungefähr):
  • 80g Protein
  • bis 10g Kohlenhydrate
  • 10g Fett
  • 400 kcal

Erbsenprotein:
Bei Veganer ist Erbsenprotein sehr beliebt, denn es wird oft mit Reisprotein kombiniert, um eine vollwertige Aminosäurenbilanz zu erreichen. Daher gibt es immer wie mehr vegane Mehrkomponentenproteine, die aus Reisprotein- und Erbsenproteinisolat bestehen. Wie oben erwähnt, enthält Reisprotein kein L-Lysin, stattdessen hohe Konzentrationen an LTyrosin und L-Methionin. Erbsenprotein hingegen beinhaltet grosse Mengen an L-Lysin, jedoch fast kein L-Tyrosin oder L-Methionin.

Nährwerte pro 100g Erbsenprotein (ungefähr):
  • 80g Protein
  • 1g Kohlenhydrate
  • 5g Fett
  • 400 kcal

Lupinenprotein:
Lupinenprotein aus der Süsslupinenpflanz ist als einziger natürlicher pflanzlicher Proteinlieferant fast komplett frei von Purin und lässt sich ohne Düngemittel oder grossen Aufwand kultivieren. Der Gehalt an Lupinenprotein ist eher tief und kann beim Backen als Weizenersatz dienen. Gleich wie Hanfprotein enthält es alle 9 essenzielle Aminosäuren (EAA), jedoch einen tiefen Proteingehalt pro 100g.

Nährwerte pro 100g Lupinenprotein (ungefähr):
  • 40g Protein
  • 15g Kohlenhydrate
  • 7g Fett
  • 335 kcal

Andere vegane Proteine:
Selbstverständlich ist die Liste der veganen Proteinen noch nicht zu Ende, allerdings bieten Lupinenprotein und Kürbiskernproteine nicht annähernd den hohen Proteingehalt wie die oben erwähnten. Zudem sind sie geschmacklich eher schlecht und schwer lösbar.

Vorteile von veganen Proteinquellen

Bei den Vorteilen der veganen Ernährung oder veganen Proteinshakes, denken die meisten an die Gesundheit oder an das Tierleid. Immer mehr Menschen leiden an Lakoseintoleranz oder unter Unverträglichkeiten beim Konsum von tierischen Lebensmitteln. Laktose-Intoleranz ist in der heutigen Zeit ein bekanntes Problem und eventuell leidest du selber darunter. Tierische Lebensmittel sind meistens stark belastet mit genetisch verändertes Mastfutter, Medikamenten wie Antibiotika und Hormone als Teil der Fütterungsroutine. Menschen, die sich für die vegane Lebensweise aus ethischen oder umweltbedingten Gründen entscheiden, sind gegen Massentierhaltung zwecks Fleischproduktion.

Viele Sportler und Athleten fragen uns, wieso sie überhaupt ein veganes Proteinpulver einem Whey Protein Isolat vorziehen müssen, geschweige denn benötigen. Natürlich ist es auch möglich, seinen täglichen Proteinbedarf ausschließlich über die Ernährung zu decken, nur sieht es bei veganen Sportlern meist etwas schwieriger aus. Sportler und Athleten haben verglichen mit Otto-Normal-Verbraucher einen viel höheren Proteinbedarf als nur 0.8g. Der Bedarf steigt je nach dem bis auf 2g Protein pro Kilogramm Körpergewicht. Mit der veganen Ernährung ist es möglich, aber schwierig einen Bedarf von 2.5g pro Kg Körpergwicht zu decken. Darum haben wir dir hier eine kleine Auflistung der pflanzlichen Lebensmitteln mit viel Protein:
 
  • Hülsenfrüchte
  • Tofu
  • Pseudogetreide (Quinoa, Amarant, Hirse, Buchweizen)
  • Nüsse und Samen

Nüsse und Samen enthalten zwar viel Protein, leider aber ebenso sehr viel Fett.

Eine proteinreiche Ernährungsweise ist für Sportler sehr wichtig, damit die Muskulatur in ihrer Funktionsweise  bestmöglich arbeiten kann und Muskelabbau verhindert wird. Zuwenig Protein führt früher oder später immer zu Muskelabbau (Katabolismus, kataboler Zustand).

Mit einer klugen Mischung aus proteinreichen Lebensmitteln wie etwa durch Getreide und Hülsenfrüchte, hast du die Möglichkeit die biologische Wertigkeit zu steigern, da sich die vorhandenen Aminosäuren ergänzen. Hier findest du mögliche Kombinationen:
 
  • Reis und Linsen,
  • Mais und Bohnen,
  • Hirse und Kichererbsen

Die vegane Ernährung erfordert viel Zeit in der Zubereitung der Mahlzeiten und insbesondere in der gefragten Kreativität, darum verwenden viele Veganer und Sportler vegane Protein Shakes.

Gibt es Nachteile oder Nebenwirkungen bei veganen Proteinen?

Fast alle veganen Proteine schmecken und riechen beim ersten Mal etwas fade oder nach "Natur". Es gibt ehrlicherweise aber auch sehr hässliche pflanzliche Proteine. Hersteller von veganen Proteinen empfehlen eine Mischung von unterschiedlichen Proteinarten, um den Geschmack und die Nährwerte aufzuwerten. So hast du gegenüber einem Dymatize ISO 100 oder Optimum Nutrition 100% Gold Whey keine Nachteile, ausser einer schlechteren Löslichkeit beim Anrühren.

Pflanzliche Proteine werden vom Körper langsamer als tierische Proteine im Blutkreislauf aufgenommen. Sobald der Übergang von der Verdauung in den Blutkreislauf abgeschlossen ist, ist die Wirkung genau gleich gut wie ein Whey Protein Isolat. Bekannte pflanzliche Lebensmittel mit viel Protein sind Nüsse, Hülsenfrücht oder Getreide.

Dein Körper verwendet Protein für unterschiedliche Vorgänge wie der Auf- und Abbau von Zellen aller Art. Protein ist der Grundbaustein aller Zellen. Protein wird chemisch betrachtet in 20 Aminosäuren aufgeteilt (20 insgesamt), davon sind neun essentiell. Das heisst, dein Körper kann diese neun nicht selber herstellen und deshalb über die Ernährung zugeführt werden müssen. Pflanzliche Lebensmittel enthalten weniger essentielle Aminosäure als Tierprodukte, daher empfehlen wir dir bei der veganen Ernährung sehr abwechslungsreich und ausgewogen zu essen.

Für wen eignen sich pflanzliche Proteine?

Pflanzliche Proteine eignen sich logischerweise für Veganer, Vegetarier, aber auch für Menschen, die an einer Laktoseintoleranz oder Milchproteinunverträglichkeit leiden und trotzdem ein Nahrungsergänzungsmittel mit Protein verwenden möchten. Anfänger machen oftmals den Fehler, dass sie das erst beste Whey Protein kaufen, ohne auf die Zutatenliste zu schauen. In der Regel ist immer die minderwertigste Komponente namens Whey Konzentrat erhalten. Die meisten vertragen diese Proteinquelle nicht und reagieren mit Blähungen, Furzen, Durchfall, Bauchschmerzen oder Pickel bis sie dann beschliessen ein veganes Proteinpulver zu kaufen.

Als Detoxkur können vegane Proteine durchaus Sinn machen, weil sie den Körper kaum belasten.

Veganes Protein oder tierisches Protein?

Tierische Proteinpulver wie Whey Protein oder Casein haben verglichen mit veganen Proteinen eine höhere biologische Wertigkeit, enthalten dafür umso mehr Purine, die den Körper übersäuern und auf lange Sicht bei hohem Konsum schaden könnten. Pflanzliche Proteine sind zudem viel leichter verdaulich und belasten den Organismus nicht, da keine Fäulnissprozesse wie beim Fleisch entstehen.

Im Gegensatz zu tierischen Protein Pulvern hat ein veganes Protein eine etwas niedrigere biologische Wertigkeit. Diesen „Makel“ kannst du jedoch ganz einfach ausgleichen, indem du zwei oder drei Proteinpulver miteinander kombinierst. Die Kombination von Reis-, Erbsen- und Hanfprotein hat sich in der Praxis sehr gut bewährt.

Fazit veganes Proteinpulver

Es ist nicht eine Begründung der Lebensweise, ob du ein veganes Proteinpulver verwendest oder nicht. Ein veganes Proteinpulver ist meistens eine schöne Bereicherung für die vegane Ernährung im Sport und beim Muskelaufbau. Sogar Nicht-Veganer nutzen ab und zu vegane Proteinpulver. Die Auswahl ist enorm. Um optimale Aminosäureverhältnisse zu erreichen, empfehlen wir dir auf vegane Mehrkomponentenproteine wie etwa das Weider Vegan Protein oder das QNT Vegan Protein zu setzen. Du kannst aber auch jede einzelne Quelle einzeln verwenden.