Protein Shakes – Worauf du achten musst

Wirkung und Merkmale

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Protein Shakes für Muskelaufbau und Abnehmen

Protein als Wunderwaffe?

„Mit diesem Shake wirst du deine Pfunde schnell los und aktivierst die Fettverbrennung, optimiert jede Diät und kann die körperliche Fitness erhöhen“. Dies und andere Sätze benutzen Supplements-Hersteller für die Werbung ihrer Produkte, welche dir beim Abnehmen angeblich helfen sollen.

Der heutige Markt mit Nahrungsergänzungsmittel erlebt gerade einen Boom: Fitnessbegeisterte weltweit, Bodybuilder und Hobby-Sportler geben jährlich Milliardenbeträge für Supplemente aus. Nummer 1 ist ganz klar Protein und zwar Whey Protein um genau zu sein. Für den Muskelufbau unentbehrlich und in einer Diät sehr zu empfehlen. Doch braucht es Protein aus den Eimern?

Was sind Protein Shakes und was macht sie so besonders, dass sie sogar von Stars und Sportler empfohlen und konsumiert werden?

In diesem Artikel möchten wir dir zuerst eine grobe Übersicht über Protein Shakes und deren Einsatz geben. Danach gehen wir ins Detail und zeigen dir, was beispielsweise der Unterschied zwischen einem Whey Protein Konzentrat und Whey Protein Isolat ist. Dies und mehr erfährst du, wenn du weiterliest. Dies würde uns natürlich freuen 🙂

Was sind Protein Shakes / Protein Pulver?

Unter Protein Shakes sind Nahrungsergänzungsmittel in Pulverform gemeint, die mit Wasser oder Milch angerührt werden können, um nach einer intensiven Trainingseinheit getrunken zu werden. Diese gibt es in Fitness Shops, im Internet, in Fitness Studios oder sogar in Einkaufshäuser und Apotheken / Drogerien.

Meistens handelt es sich bei den soeben erwähnten Produkten um Mehrkomponenten Protein-Shakes (MKP Shakes). Somit jene Shakes, welche der Produzent aus unterschiedlichen Ressource hergestellt hat.

Diese Shakes setzen sich in der Regel aus Whey-, Casein– oder Sojaprotein zusammen. Casein ist sehr langsam verdaulich und wird aufgrund der Temperatur im Magen zu einer Art Gel und drückt anschliessend an die Magenwand womit das Gehirn das Sättigungsgefühl auslöst. Zudem verleiht Casein dem Shake eine leckere cremige Konsistenz. Whey Protein hingegen wird schnell resorbiert und steht dem Körper daher rasch zur Verfügung. Diese Kombination sorgt für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl. Glücklicherweise wird Sojaprotein nicht mehr so oft verwendet, weil man mittlerweile weiss, dass es sich auch negativ auswirken kann. Vor allem bei den Frauen, da Soja Phytoöstrogene beinhaltet.

Seit dem Vegan-Trend gibt es auch vegane Protein Shakes, die aus Lupinenprotein, Reisprotein und Erbsenprotein bestehen. Einige Hersteller gehen sogar soweit und kombinieren Hanfprotein mit Chiaprotein, Kürbiskernprotein und Erbsenprotein, um die biologische Wertigkeit zu erhöhen und ein vollständiges Aminosäureprofil zu erreichen. Vegane Protein Pulver haben gegenüber tierieschem Protein den Vorteil, dass sie den Körper kaum übersäuern, weil der Purinanteil relativ niedrig ist.

Abnehmen mit Proteinshakes funktioniert in Bezug auf den Shake selber nur dann, wenn die Shakes wenig Kalorien haben, wenig Fett und Kohlenhydrate / Zucker zugefügt wurden. Der Proteingehalt muss bei mindestens 70-80% liegen. Oftmals gibt es auch 90-95% – dies ist aber aus finanziellen Gründen in der Herstellung selten der Fall.

Wie funktionieren Protein Shakes?

Hersteller geben beim Abnehmen mit Protein-Shakes oftmals eine Empfehlung zur Einnahme an, damit du sehr schnell Fett verlieren kannst. Hersteller gehen sogar soweit und empfehlen zusätzlich Einnahmeprogramme, welche über eine kurze oder längere Zeitspanne durchgeführt werden könnnen und sogar eine Mahlzeit ersetzen. Seriöse Hersteller schreiben noch den Hinweis zur mehr Bewegung auf, denn beim Abnehmen ist ein Plus an Bewegung sehr wichtig.

Andere Hersteller wiederum schreiben sogar Ernährungsempfehlungen auf den Etiketten der Protein Shakes und geben weitere Informationen auf deren Online-Shops. Dies stellt eine Möglichkeit dar, damit du in kurzer Zeit viel Fett verlierst. Doch beachte, dass Abnehmen ohne Jo-Jo-Effekt Zeit braucht.

Funktioniert das? Ja, aber….

Aufgrund der negativen Kalorienbilanz in dieser Form der „Ernährung“, wirst du in der Lage sein deinen Körperfettanteil einiges zu senken. Das Wort Ernährung wurde von uns absichtlich in Anführungszeichen gesetzt, weil wir der Meinung sind, dass Protein-Shakes nicht für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung als Ersatz eingesetzt werden dürfen. Zudem empfehlen wir dies unseren Kunden auch niemals.

Mag sein, dass diese Option kurzfristig zum Erfolg führt, langfristig fällt mann in die ürsprünglichen Essgewohnheiten zurück und es folgt ein Jo-Jo-Effekt, den es eigentlich gänzlich zu meiden gilt.

Sind Protein Shakes sinnvoll?

In der Tat, Proteinshakes können als eine sinnvolle Diät-Ünterstützung in einer Diät verwendet werden. Sie helfen dem Körper den benötigten Proteinbedarf, der in einer Diät sowieso erhöht ist, zu decken. Die angenehme Süsse von Proteinshakes können dazu beitragen die Diät als angenehm zu empfinden. Auch kannst du sie für leckere Rezepte gebrauchen. Die langsam verdauende Proteinkomponente namens Casein hält dich länger satt und erspart dir Heisshungerattacken und Lust auf Süssigkeiten.

Protein Shakes können ausserdem als gute Abwechslung zu Fisch, Eier oder Fleisch angesehen werden, denn Fleisch hat oftmals viel Purine und schlechte Zusatzstoffe, die den Körper übersäuern. Nicht so bei Protein Shakes, die quasi reiner sind, dennoch nicht als Ersatz angesehen werden dürfen, sondern nur als Unterstützung.

Ernährung – du bist was du isst

Die rapide Senkung der Kalorienzufuhr führt in kurzer Zeit zu einem Gewichtsverlust, jedoch ist es wichtig die Kalorienzahl und die Proteinzufuhr im Überblick zu halten. Ansonsten wird es sehr schwierig. Wir empfehlen dir einen Ernährungstagebuch zu führen, in dem du jede einzelne Mahlzeiten protokollierst.

Nur mit einer auf dich und deinem Ziel abgestimmten Ernährung kannst du deinen Traumkörper erreichen. Schalte die Werbung der Hersteller aus und dafür deinen Kopf ein.

Abnehmen mit Protein Shakes alleine empfehlen wir Shakes nicht, aber als Unterstützung schon.

Was ist Protein?

Um zu verstehen, wie Proteine Einfluss auf unseren Körper ausüben, müssen wir in Erfahrung bringen, was sie überhaupt sind.

Proteine kommen nicht lediglich in unserer täglichen Nahrung vor, sondern zu etwa 20% in unserem Körper. Proteine stellen neben Fett und Wasser den wichtigsten Bestandteil des menschlichen Körpers dar.

Unter dem Begriff Protein oder Eiweiss versteht man eins von drei Makronährstoffen (Protein, Kohlenhydrate und Fette), welches als Baustoff für Zellen verantwortlich ist. Folglich ist Protein die Grundlage eines jeden Lebewesens, ob Pflanzen, Mensch oder Tiere. Proteine bestehen aus Aminosäure- und Peptidketten. Dies ist in jeder Spezies der Fall.

Jedes Lebewesen auf dieser Erde besitzt eine eigene Aminosäurekettenstruktur (Primärstruktur), welche gemeinsam zu diversen räumlichen Gebilden (Sekundär, Tertiär- und Quartärstruktur der Proteine) verbunden ist. Die im Körper enthaltene Proteinstruktur gibt den Charakter, die Form und die Funktion der diversen Geweben vor.

Folglich: OHNE PROTEIN, IST KEIN LEBEN MÖGLICH!

Treibst du viel Sport in Form von Krafttraining / Bodybuilding, oder einer anderen Sportart, ganz gleich welche Art, dann steigt der Bedarf an Protein auf rund 2g pro Kilogramm Körpergewicht, damit der Körper die beschädigte Muskulatur regenerieren und aufbauen kann, sodass die belastete Muskelpartie in der nächsten Einheit erneut in der Lage ist stärker zu arbeiten als zuvor. So können in puncto Kraft und Muskelmasse konstant kleine Fortschritte erzielt werden. Aber auch in einer Phase der Gewichtsabnahme oder Krankheit benötigt der Körper Protein. Das Immunsystem besteht auch aus Protein. Folgedessen muss auch dieses genährt werden. Und nicht zu vergessen: Das Herz! Der Muskel, der immer schlägt aber auch unter einem Proteinmangel leiden kann.

Protein Shakes für den Muskelaufbau

Zuerst eine schlechte Nachricht: Nur durch den Konsum von Proteinpulver werden noch keine Muskeln wachsen, egal wie viel Proteinshakes du zu dir nimmst. In Verbindung mit einem gezielten Muskelaufbautraining, das auf dich und deine Ziele abgestimmt ist, funktioniert es. Doch wieso eigentlich?

Die Muskulatur besteht aus Protein. Um dann Muskeln aufzubauen, muss zuerst im Training ein Reiz gesetzt werden und die benötigte Menge an Protein zugeführt werden.

Protein ist nicht nur für den Muskelaufbau gut, sondern auch für die Erholung nach dem Training und den Erhalt sehr wichtig.

Beim Sport, insbesondere beim schweren Krafttraining, entstehen in den Muskelfasern sogenannte Mikrotraumata (kleine Verletzungen). Für die Reparatur der beschädigten Muskelfasern benötigt der Körper Protein in hochwertiger Form. Die Erholungszeit beträgt zwischen 24-72 Stunden – abhängig von der beanspruchten Muskelpartie. Dies sollte dich allerdings nicht auf die Idee bringen hohe Mengen an Protein zu essen oder zu trinken. Denn so viel Protein benötigt dein Körper gar nicht. Es reichen bereits zwischen 1.2 und 1.5g Protein pro Kiloramm Körpergewicht, um gute Erfolge zu erzielen.

Anfänger benötigen weniger Protein, da der Körper einerseits durch den neuen Reiz auf der Muskulatur, sowieso mit einer Hypertrophie (Muskelaufbau) reagiert und andererseits die Muskulatur noch wenig entwickelt ist. Dennoch ist eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung schon zu Beginn sehr wichtig.

Abnehmen mit Protein Shakes

Protein ist ein super Fettkiller und Muskelmacher – somit schlägt man mit einer Klappe gleich zwei Fliegen =) Hier lernst du die Funktion von Protein kennen, aber auch wie dein Körper von Protein profitieren kann.

Bis Ende der 90er-Jahre wurde hauptsächlich der Makronährstoff Fett als Übeltäter für Übergewicht betrachtet. Damals entstand auch eine richtige Angst gegenüber Fett. Kaum hatte sich diese Fettphobie gelegt, wurden die Kohlenhydrate angegriffen, und Wissenschaftler fanden heraus, dass Zucker krank machen kann. Zucker wurde dann überall vermieden wo es nur ging. Die Nahrungsmittelindustrie begann sofort die Produktion von Low Carb Produkte. Somit ist klar, dass auch Protein die Aufmerksamkeit bekommt.

LOW CARB PRODUKTE ENTDECKEN

In den letzten Jahren gewann der Makronährstoff Protein immer mehr an Bekanntheit, zum Glück nur im positiven Sinne. Sogar Heidi Klum wurde vom Fitnesstrainer David Kirsch auf eine fettfreie und proteinreiche Diät gesetzt, damit sie nach der Geburt ihrer Kinder auch bald wieder ihren Körper präsentieren kann – besser gesagt die Kleiderkollektionen.

Protein ist in einer Diät ausschlaggebend für den Erfolg. Vor allem nach einer Trainingseinheit muss dem Körper Protein in schneller und bioverfügbarer Form zugeführt werden.

Proteine in unserem Körper werden im Vergleich zu Fette und Kohlenhydrate wesentlich langsamer verarbeitet. Enzyme (chemische Scheren) zerlegen die Protein in deren Bausteine – die Aminosäuren – damit diese dem Organismus als Substanz zur Verfügung stehen.

Weil der Körper für die Zerlegung von Proteine durch Enzyme wesentlich mehr Sauerstoff und folgedessen Energie benötigt, beansprucht dieser Vorgang unseren Körper mehr Zeit ab und senkt gleichzeitig den Hungerrast und den Blutzuckerspiegel.

Möchte man abnehmen, egal ob bei Übergewicht oder in einer Wettkampfdiät, so muss sich der Körper stets in einem Kaloriendefizit befinden und die Kohlenhydratmenge sollte wenn möglich auch reduziert werden. Gleichzeitig empfiehlt es sich die Menge an Protein zu steigern, um den Muskelverlust entgegenzuwirken. Soll heissen: Nimmst du weniger Kalorien zu dir, als du eigentlich brauchst, dann nimmst du ab. Daher sind Muskeln in der Diät wichtig, denn mehr Muskeln bedeutet auch einen höheren Grundumsatz (Kalorienverbrauch) im Ruhezustand.

Der Proteinbedarf darf auf keinen Fall nur über Proteinpulver gedeckt werden, sondern viel wichtiger über die Ernährung. Was mit der Ernährung nicht möglich ist, darf natürlich mit einem Protein Shake abgedeckt werden. Zu besonderen Zeiten wie morgens oder nach dem Sport auch, denn da kommen dem Körper leicht verdauliche Nährstoffe besonders gut.

Vorteile von Protein Shakes

Bekanntlich steigt bei sportlicher Tätigkeit der Bedarf an Protein, folgedessen muss der Körper die benötigte Menge über die tägliche Nahrung erhalten, damit er nicht in einen abbauenden Muskelzustand (Katabolismus) gelangt. Um den Mehrbedarf zu decken eignet sich besonders morgens und direkt nach der Belastung einen Protein Shake auf Wasserbasis. Auf Wasserbasis deshalb, damit es vom Organismus schneller ohne Belastung resorbiert werden kann.

Das stellt die beste Möglichkeit dar, die gut schmeckt und den Bedarf an Protein deckt.

Pro Portion bekommt der Körper abhängig vom Produkt zwischen 20-30g Protein, das für die Erholung und den Aufbau von Muskelmasse herangezogen wird. Mehr braucht es pro Portion nicht, auch wenn es uns gewisse Fitness-Magazine oder Fitness Youtuber glaubhaft machen möchten. Man beachte auch, dass eine zu hohe Proteinzufuhr die Nieren und Leber schaden kann.

Vorteile von Protein Shakes auf einen Blick:

  • Fördert die Erholung
  • Unterstützt den Muskelaufbau
  • Schmecken lecker
  • Stärkt das Immunsystem
  • Liefert dem Körper essenzielle Aminosäuren
  • Verhindert Heisshungerattacken

Abwechslung ist wichtig

Der Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Andreas Pfeiffer empfiehlt unterschiedliche Proteinressourcen miteinander abzuwechseln und ebenso vegane Proteine wie Nüsse, Hülsenfrüchte und Getreide. Vegane Proteine belasten den Körper und dessen Stoffwechsel weniger. Heute ist man schon soweit, dass Sportler eine Menge von 1.7g pro Kg Körpergewicht empfohlen wird. Früher waren es für „normale“ Menschen 0.8g und heute 1g.

Protein macht satt und schützt vor Jo-Jo-Effekt.

Protein Shakes im Vergleich

Welche Arten von Protein Shakes gibt es eigentlich?

Sobald du dich entschieden hast mit Protein Pulver zu beginnen und mit Freunden aus dem Fitnessstudio redest, merkst du, dass es unzählige Marken und Arten von Proteinen gibt, so viele, dass du die Übersicht verlierst. Wir erleben es täglich, dass unsere Kunden gar nicht wissen worauf sie achten müssen und welches Protein Pulver wann in Frage kommt. Viele Kunden haben oftmals das Gefühl, dass sie mit einem Protein Shake zum Erfolg kommen, obwohl sie nicht mal ihre Ernährung angepasst haben. Und wenn der Erfolg dann ausbleibt, sind die Produkte Schuld.

Daher nochmals: Protein Shakes sind ein Nahrungsergänzungsmittel, kein Ersatz, kein Wundermittel oder sonst etwas. Bitte merkt euch das.

Um endlich Klarheit zu schaffen, haben wir dir hier eine kleine aber exakte Übersicht erstellt mit allen Vor- und Nachteilen.

Protein kaufen in der Schweiz

Whey Proteinpulver

Whey Protein ist der englische Begriff für Molke Protein und gehört nebst dem Casein Protein zu den Kuhmilchproteinen, welche etwa 3.5% der ganzen Kuhmilch ausmacht. Zudem gilt als das meistgenutzte und bekannteste Proteinpulver weltweit. Whey Protein weist eine hohe biologische Wertigkeit auf, so dass dieses Protein von deinem Körper besonders gut aufgenommen und zerlegt wird. Generell hat es einen hohen BCAA Anteil und wird relativ schnell in den Blutkreislauf aufgenommen – sofern nüchtern zugeführt – und liegt dann zerlegt in Aminosäureform ganz für die Erholung und dem Aufbau deiner Muskeln zur Verfügung.

Wie wird Whey Protein hergestellt?

In der Quark- und Käseherstellung wird das Casein über die Ultrafiltration von der Milch in flüssiger Form weggenommen, sodass als Nebenerzeugnis Whey das Resultat ist.

Whey Protein Isolat

Whey Protein Isolat gilt wegen dem Herstellungsprozess als hochwertiger im Vergleich zum Whey Protein Konzentrat. Wegen der Hochwertigkeit ist ein Whey Protein Isolat ein wenig teurer.

Whey Protein Isolat weist einen Proteinanteil – abhängig vom Hersteller – von bis zu 95% auf und kann einen Fett- und Zuckergehalt von maximal 1% aufweisen. Einige haben sogar 0g.

Zusätzlich gibt es laktosearme Whey Protein Isolat Pulver, die noch besser verträglich sind.

Whey Protein Konzentrat

Whey Protein Konzentrat enthält wie es das Wort Konzentrat erahnen lässt, sehr viel Zucker, generell mehr Kohlenhydrate und mehr Fett. Menschen, die sensibel reagieren, sollten auf das Whey Protein Isolat ausweichen.

Whey Protein Konzentrat belastet zudem die Leber und Nieren etwas mehr und verlangen diesen Organen einiges ab. Viele beklagen sich beim Whey Protein Konzentrat über Furzen, Bauchschmerzen, Blähungen, Pickel und Wassereinlagerungen unter der Haut. Dies liegt am Konzentrat, denn diese Form kann der Körper nur zu maximal 15% resorbieren. Der Rest wird bei der Proteinspaltung in Stickstoff und Ammoniak ausgeschieden.

Wenn die Leber und Niere überstrapaziert werden, kann sich das auch in Bluthochdruck oder Müdigkeit äussern.

Beim Geschmackt hat der Rohstoff eigentlich keinen Einfluss.

Doch wieso wird Whey Protein Konzentrat verwendet? Weil es in der Herstellung ganz billig ist und als WPC-Rohstoff noch billiger im Einkauf ist. Somit können Produkte billig verkauft werden, damit die Kunden eine Freude haben. Doch die Rechnung kommt später in Form von Nebenwirkungen.

Der Fettgehalt kann bis zu 8% betragen und der Proteingehalt liegt bei 30-80%.

Whey Protein Hydrolysat

Whey Protein Hydrolysat ist im Vergleich zu Whey Protein Konzentrat und Isolat die beste, aber teuerste Wahl. Im Namen versteckt sich das Wort Hydrolyse. Und genau hier kommen wir zum Punkt: Whey Protein Hydrolysat wid bei der Herstellung einem Hydrolyseprozess unterzogen und das Protein in ganz kleine Bestandteile enzymatisch gespalten (quasi vorverdaut). Diese enzymatische Spaltung der längeren Proteinverbindungen in kürzere Ketten, die Di- und Tripeptide heissen, besitzen eine weitaus höhere biologische Wertigkeit. Somit ist diese Variante für deinen Körper viel schneller und ohne Probleme resorbierbar. Als Nachteil gilt der bittere Geschmack, darum wird es nur zu einem Isolat hinzugefügt (meistens an 2. Stelle der Zutatenliste) oder als Tabletten / Kapselform angeboten.

Einnahmezeit:

Morgens 25-30g
Nach dem Training 25-30g

Mit Wasser auf leeren Magen.

Variationen:

In einer Diät kann Whey Protein auch vor dem Schlafen mit 1 Esslöffel Oliven-, Kokos-, oder Leinöl eingenommen werden. Weil Fett die Magenentleerung hemmt, wird das Whey Protein ähnlich wie Casein, langsam abgebaut. So hat der Körper auch über Nacht genug Baustoff.

Casein Proteinpulver

Casein ist das Milcheiweiss und somit der Proteinanteil in der Kuhmilch, der nicht in der Molke (Whey) landet. Im Casein findet man hohe Mengen an den essentiellen Aminosäuren, die als hochwertiger Material für den Muskelaufbau gelten. Casein wird sehr langsam aufgenommen (etwa 3-4g pro Stunde), weil die Aminosäuren im Casein die Aufnahmegeschwindigkeit im Magen reduzieren, so wird deine Muskelmasse stets mit Aminosäuren versorgt und du kriegst keine Heisshungerattacken auf Süssigkeiten. Nicht umsonst gilt Casein als Nacht-Protein.

Einnahmezeit:

Morgens und/oder vor dem Schlafen 25-30g

Variationen:

Mischen mit einem Whey.

Mehrkomponenten Proteinpulver

Wie wir zu Beginn dieses Artikels erfahren haben, besteht ein Mehrkomponenten-Protein meistens aus einer Mischung aus Whey und Casein. So werden deren Vorteile miteinander kombiniert. Dein Körper erhält so kurz-, mittel- und langanhaltende Proteine, um deine Muskeln über längere Zeit zu versorgen. Als nachteilig kann sich ein Mehrkomponenten-Protein nur dann erweisen, wenn du spezielle Anforderungen am Protein Shake hast. Also beispielsweise einen bestimmten Anteil an Protein pro 100g Pulver oder wenn du ganz wenig Kohlenhydrate möchtest. Dann kann dies nicht immer abgedeckt werden, weil die Kombination von Whey und Casein auch deren Eigenschaften miteinander paart.

Einnahmezeit:

Grundsätzlich morgens, nach dem Training und vor dem Schlafen.

Egg-Proteinpulver

Egg-Protein ist die hochwertigste Proteinquelle, die aus Eiklar herangezogen wird und nahezu keine Kohlenhydrate oder Fett beinhaltet. Dafür besitzt es einen durchaus optimalen Aminosäurenprofil. Ei-Protein macht lange satt und kann ähnlich wie Casein vor dem Schlafen eingenommen werden. Aufgrund der Nährwerte kann es zudem in der Diät sehr gut eingebaut werden. Nach einem harten Training macht es ebenso Sinn.

Einziger Nachteil ist die schlechte Löslichkeit und der natürliche bittere Geschmack. Auch muss bei der Zutatenliste Ei-Albumin stehen und nicht Eiklarpulver.

Vegane Proteinpulver

Aktuell haben Sportler und Veganer eine breite Auswahl an vegane Proteinpulver. Diese erkennt man schnell am sandigen Geschmack und der schlechten Löslichkeit. Hier schmeckt ein Whey Protein um Welten besser. Soja-Protein ist die bekannteste vegane Ressource, dann folgt Reis-Protein mit einem Anteil von sagenhaften 80% Protein pro 100g Pulver und ist somit Rangführer unter den veganen Proteinpulver. Das Sojaprotein eignet sich so hervorragend, weil es ein vollständiges Aminosäureprofil hat. Jedoch empfehlen wir diese Quelle nicht, weil Soja oftmals gentechnisch manipuliert ist und die enthaltenen Phytoöstrogene, welche zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören, dem Körper schaden können. Zudem kann Soja allergische Reaktionen und Kreuzallergien auslösen. Geschmacklich ist es auch nicht zu empfehlen. Dann gibt es noch das Hanfprotein mit etwa 50% Protein, und Erbsen-Protein mit etwa 80% Protein.

Beliebter sind Mischungen wie das Weider Vegan Protein, das Erbsenprotein und Reisprotein in Isolatform kombiniert.

VEGANE PROTEIN PULVER ENTDECKEN

Proteinbedarf mit Protein Shakes abdecken?

Der Grundbedarf am Makronährstoff Protein liegt bei etwa 1g pro Kilogramm Körpergewicht und sollte über die tägliche Ernährung locker zu schaffen sein. Benötigst du dann als Sportler zusätzlich Protein, darfst du das gerne mit einem Protein Shake ergänzen. Der Anteil an Nahrungsergänzungsmittel sollte aber so gering wie möglich sein.

Protein Shakes sind Nahrungsergänzungsmittel und kein Ersatz für die Nahrung! Belasse es daher bei 1-2 Portionen (1 Portion = 30g Proteinpulver) am Tag. Diese Dosis empfehlen wir auch an trainingsfreie Tage. Umso wichtiger ist es aber, dass du genug Wasser trinkst. Mindestens 3 Liter.

Protein Shake vor oder nach dem Training?

Wir empfehlen den Kunden eine Portion à 30g morgens und direkt nach dem Training mit Wasser. An trainingsfreietage morgens und direkt vor dem Schlafen.

Protein Shakes mit Wasser oder Milch?

An Zeiten wo der Körper schnell Protein braucht, wie morgens oder nach dem Training, empfehlen wir dir dein Protein Shake mit Wassser anzurühren, denn das Fett in der Milch verlangsamt die Aufnahme von Protein. Vor dem Schlafen darfst du gerne Milch verwenden. Grundsätzlich aber empfehlen wir dir immer Wasser zu verwenden, denn es ist einfach gesünder und belastet deinen Körper nicht. Einziger Nachteil ist, dass dein Protein Shake nicht cremig und das Aroma nicht so lecker wie mit Milch ist.

Protein kaufen – das musst du beachten

  • Je kürzer die Zutatenliste, desto besser. (Neutrale Aromen sind frei von Farbstoffen und Süssungsmittel
  • Kaufe ein Whey Protein Isolat oder noch besser ein Whey Protein Hydrolysat
  • Achte auf eine gute Löslichkeit, frei von Klumpen
  • Achte auf einen Proteinanteil von mind. 85-95% mit wenig Fett und wenig Zucker.
  • Vergleiche in einer Diät die Kalorienangaben auf dem Etikett
  • Spare nicht am Preis: Kaufe Produkte von bekannten Hersteller, die Wert auf Qualität & Kontrolle setzen.
  • Wenn du in einem Geschäft einkaufen gehst, dann lass dir eine Probe anbieten, entweder vor Ort oder zum Mitnehmen.

Qualitätsunterschiede / Inhaltsstoffe

Beim Kauf ist ganz klar die Qualität das Wichtigste. Worauf du achten solltest hängt immer von deinem Ziel ab. Wenn du eine hohe biologische Wertigkeit möchtest, dann kauf dir ein Mehrkomponenten-Protein. Möchtest du hingegen den Muskelaufbau und die erholung richtig ankurbeln, dann solltest du ein Whey Protein Hydrolysat kaufen. Schau, dass das Produkt mindestens 90% Protein hat, so vermeidest du eine lange Zutatenliste und Inhaltsstoffe, die du gar nicht möchtest.

Gibt es Unterschiede bei den Marken / Hersteller?

Ja, es gibt in der Tat sehr markante Unterschiede, denn namhafte Hersteller beispielsweise können es sich überhaupt nicht leisten schlechte Qualität vorzuweisen und so ihren guten Ruf zu schaden. Daher kannst du als Käufer sicher sein, dass bekannte Marken wie Optimum Nutrition, Universal Nutrition, Weider, Dymatize Nutrition und weitere, die Kontrolle über Qualität ihrer Produkte haben und du diese sorgenfrei konsumieren kannst.

Vorsicht bei No-Name-Produkten! Besser ist es, ein wenig mehr auszugeben, denn bei günstigen Produkten besteht die Gefahr, dass unerwünschte Substanzen beigemischt sind. Dies ist oftmals bei Marken aus dem Osten der Fall. Wer billig kauft, kauft zweimal 😉

Unterwünschte Substanzen wären:

Beispielsweise anabole Steroide, also jene Wirkstoffe, die dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron gleichen und als Doping gelten. Sie tragen bei höheren Dosierungen für einen schnellen Muskelaufbau, doch im Endeffekt schaden sie dir mit Depressionen, Haarausfall, Impotenz, Herz-Kreislauf-Problemen, Organversagen und weitere Erkrankungen.

Schadet zu viel Proteinpulver?

Ja und Nein. In der Regel richten Proteine oder Proteinpulver bei sachgemässem Konsum keine körperlichen Schäden an. Natürlich gibt es Ausnahmefälle, wenn man unter Leber- oder Nierenschäden leidet oder wirklich unmenschlich viel Protein isst wie beispielsweise ein Bodybuilder. Der Diplom-Ökotrophologe namens Uwe Schröder vom Institut von Sporternährung e.V. in Bad Nauheim aus Deutschland gibt generell zu bedenken, dass es über längere Zeit zu einer Körperübersäuerung durch Proteine kommen kann.

„Wer hohe Dosen Proteinpulver konsumiert, sollte daher mindestens 2,5 Liter pro Tag trinken“, rät der Experte.

Protein führt zudem zur erhöhten Harnausscheidung von Calcium und Phosphat. Achte deshalb auf eine ausreichende Zufuhr von Calcium, beispielsweise in Form von Coral-Calcium, grünem Gemüse oder Vollkornprodukten, um so einer verminderten Knochendichte entgegenzuwirken. Für die Knochendichte kannst du auch Vitamin K2 verwenden (hier mehr lesen). Wenn du aber gesund bist und mit der Einnahme nicht übertreibst, dann kannst du gerne Proteinpulver verwenden.

Achte darum aber auf mögliche Unverträglichkeitsreaktionen. Proteine sind die Hauptverursacher von Allergien. Das menschliche Immunsystem betrachtet Proteine manchmal als körperfremde Eindringlinge und greift diese genau so an, als würde es sich dabei um Proteine von krankheitsauslösender Bakterien handeln. Die allergischen Reaktionen reichen dann von Schleimhautschwellungen im Mund- und Rachenraum bis über zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall bis zu Asthma, Hautekzemen und Gelenkerkrankungen.

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