Maca andina |
Maca andinaFamilie: Brassicaceae (Kreuzblütler), Gattung: Lepidium meyenii Walpers, Art: meyenii Walpers Native Bezeichnungen: Maca, Peruvian Ginseng, maca-maca, Maino, Ayak chichira, Ayuk. Verwendeter Pflanzenteil: Wurzelknollen (Radix lepidii) Beschreibung der Pflanze Maca:
Verwendet wird der birnenförmige Wurzelknollen, welcher bis 8 cm im Durchschnitt erreicht, blass weissgelb bis dunkel rot. Im Unterschied zu vielen verwandten Pflanzen erfolgt die Vermehrung durch Samen. Obwohl sie ganzjährig ist, fruchtet sie nur einmal pro Jahr, zum Wachsen eines erntefähigen Knollens sind 7 bis 9 Monate nötig. Das Gebiet, in dem sich Maca befindet, liegt in hohen Bergen, ist unwirtlich, mit intensivem Sonnenschein, scharfen Winden und immer eiskaltem Wetter. Diesen extremen Bedingungen und elendem, steinigem Boden, der sonst für die Landwirtschaft praktisch keinen Nutzen bringt, hat sich Maca im Laufe der Jahrhunderte völlig angepasst.
Maca ist viele Jahrhunderte zur Erhöhung der Fruchtbarkeit bei Menschen und Tieren benutzt worden. Die ersten Erwähnungen stammen aus der Zeit kurz nach Besatzung des Landes durch die spanischen Konquistadoren. Die Eroberer beobachteten eine sehr niedrige Natalität bei Tieren unter den gegebenen klimatischen Verhältnissen. Die hiesigen Indianer empfahlen ihnen, die Nutztiere mit Maca zu füttern, und die Ergebnisse wurden so offensichtlich, dass es die Chronisten niedergeschrieben haben. Ein gewisser, mehr als 200 Jahre alter Vermerk, erwähnt eine Zahlung für 9 Tonnen Maca, die aus den Anden eben zwecks der Steigerung der Geburtlichkeit exportiert wurde. Der Einfluss auf Fruchbarkeit wurde zum ersten Mal Anfang der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunerts an Laborraten untersucht. Maca hat den Namen «peruanischer Ginseng» erhalten, obgleich sie mit Ginseng botanisch nicht verwandt ist. Die getrocknete Wurzel hat einen hohen Nährwert, strukturgemäss ähnlich den Getreidepflanzen wie Mais, Reis oder Weizen. Sie enthält 59% Kohlenhydrate, 10,2% Eiweiss, 8,5% Faserstoff und 2,2% Lipide. Ausserdem enthält sie eine Menge von essenziellen Aminosäuren und viel Kalcium und Eisen, weiter eine bedeutsame Menge von Fettsäuren samt Linolen-, Palmitin- und Ölsäure. Sie ist reich an Sterolen und vielen Mineralien, weiter finden wir Alkaloide, Tanine und Saponine. Die im Jahre 1981 durchgeführten chemischen Analysen haben den Gehalt an biologisch aktiven, aromatischen Isothiokyanaten, besonders p-Methoxylbenzyl und Isothiokyanat belegt, welchen der Effekt als Aphrodisiakum beigemessen wird. Die folgenden Studien haben die Wirksamkeit von Glukosinolaten bei Erhöhung der Fruchkbarkeit bewiesen. Der Alkaloidengehalt wurde bestätigt, aber dieser sind bis jetzt noch nicht quantifiziert worden.
Auf Grund der heutigen weltweiten Nachfrage ist eine neue Maca-Art gezüchtet worden, benannt Lepidium peruvianum Chacon sp. Die folgende Studie hat uns freundlicherweise Prof. Ing. César Barriga Ruíz eingesendet. Er trägt u.a. an der Universidad Nacional Agraria La Molina in Lima vor, ist Vorsitzender der Gesellschaft PEBANI AGROFORESTAL S. A., die auch unserer Geschäftspartner ist. Der Einfluss von Lepidium meyenii oder Lepidium peruvianum in Form von Maca Pulver auf die allgemeine Zustandsbesserung bei Männern. Diese Probe wurde durchgeführt, um die Auswirkungen von Lepidium meyenii oder/und Lepidium peruvianum auf ein hormonales Modell, Sexualverhalten und Erektionsfunktion, physische Kondition und Reaktion auf Stress, den Spiegel roter Blutkörperchen und Nährwerte nachzuweisen. Es wurden männliche Prüflinge im Alter von 20 bis 40 Jahre ausgewählt. Die beobachteten Männer wurden in zwei Gruppen eingeteilt, die eine hat Maca eingenommen, die andere ein blosses Plazebo im Einklang mit der verschriebenen Therapie. Die Studie fand von Dezember 2000 bis Mai 2001 statt – unter dem Patronat der peruanischen University Cayetano Heredita, der naturwissenschaftlichen und philosophischen Fakultät und des Instituts für Forschung des Hochlands. Der Chef war Dr. Gustavo Gonzáles, weitere Mitarbeiter waren Amanda Cordova, Arturo Chung, Arturo Villena, Carmen Gomez, Carla Vega, Julio Rubio, Manuel Gazdo, Carla Gonzáles, Sharon Castillo und Diana Garayar. Hämodynamische Aspekte
Nutritive Aspekte
Geisteszustand
Angstgefühle
Sexual und Zeugungsfunktionen
SchlussfolgerungMaca andina (Lepidium meyenii Walp., L. peruvianum) gelatinisiert in Laboratoriem La Molina
KontraindikationenKeine wurden beschrieben. NebenwirkungenKeine wurden beschrieben. Traditionelles ethnomedizinisches RezeptTäglich 2 mal 8 Gramm Pulver. Phytotherapeutische EigenschaftenAphrodisiakum, Immunostimulans, Emmenagogum, steroidal, nutritiv, gegen Ermüdung, Tonikum. Phytochemische ZusammensetzungAlkaloide, Aminosäuren, Betaekdosin, Kohlhydrate, Ca, Fe, Zn, P, Mg, p-Methoxybenzyl-Isothiokyanat, Proteine, Saponine, Stigmasterol, Sitosterol, Tanine, Vitamin B1, B2, B12, C, E.
QuelleDiccionario enciclopedico de plantas utiles del Perú, BRACK EGG A., CBC – Centro de Estudios Regionales Andinos «Bartolomé de Las Casas», Cuzco, Perú, 1999, ISBN 9972-691-21-0 Herbal secrets of the rainforest, TAYLOR L., Prima Health a division of Prima publishing, CA, USA, 1998, ISBN 0-7615-1734-0 Maca Planta Medicinal y Nutritiva del Perú, OBREGÓN VILCHES L., Instituto de Fitoterapia Americano, Lima, Perú, 1998, ISBN 9972-9001-3-1 Plantas Medicinales Nativas del Peru, PALACIOS VACCARO W.J., Concytec, Lima, Perú, 1997, ISBN 9972-50-002-1 Sesenta Plantas medicinales de la Amazonía Peruana, DESMARCHELIER C., WITTING SCHAUS F., eBio2000, Lima, Perú, 2000, ISBN 9972-9186-0-2 Vocabulario de los nombres vulgares de flora peruana, SOUKUP J. SDB, Editoria Salesiana, Lima, Perú, 1975 Ziololecznictwo amazońskie i andyjskie, ŹUROWSKA K., TowerPress, Gdańsk, Polska, 2001, ISBN 83-87342-41-6
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