Maca andina

Maca andina

Familie: Brassicaceae (Kreuzblütler), Gattung: Lepidium meyenii Walpers, Art: meyenii Walpers

Native Bezeichnungen: Maca, Peruvian Ginseng, maca-maca, Maino, Ayak chichira, Ayuk.

Verwendeter Pflanzenteil: Wurzelknollen (Radix lepidii)

Beschreibung der Pflanze Maca:

100% Maca Pulver 6:1 Konzentrat
100% Maca Pulver 6:1 Konzentrat
Maca ist ganzjährige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler, gezüchtet hoch in den Anden bis zu 3500 bis 4500 Metern über Meer. Es ist eine der anpassungsfähigsten angebauten Pflanzen für ein kaltes Klima. Dank der niedrigen Wuchshöhe und dem klumpigen Habitus ist sie auf den Bauernäckern leicht übersehbar. Gezackte Blätter schliessen sich zu Blattstielgründen. Sie bildet kleine, selbstbestäubende, auf der äusseren Seite weisse Blüten, typisch für diese Familie.

Verwendet wird der birnenförmige Wurzelknollen, welcher bis 8 cm im Durchschnitt erreicht, blass weissgelb bis dunkel rot. Im Unterschied zu vielen verwandten Pflanzen erfolgt die Vermehrung durch Samen. Obwohl sie ganzjährig ist, fruchtet sie nur einmal pro Jahr, zum Wachsen eines erntefähigen Knollens sind 7 bis 9 Monate nötig. Das Gebiet, in dem sich Maca befindet, liegt in hohen Bergen, ist unwirtlich, mit intensivem Sonnenschein, scharfen Winden und immer eiskaltem Wetter. Diesen extremen Bedingungen und elendem, steinigem Boden, der sonst für die Landwirtschaft praktisch keinen Nutzen bringt, hat sich Maca im Laufe der Jahrhunderte völlig angepasst.

100% Maca pur Kapseln
100% Maca pur Kapseln
Maca wurde ca. vor 2000 Jahren von den Inkas domestiziert, auch wenn archeologische Befunde der primitven Kulturen die Macakultivierung viel später datieren, ca. ins Jahr 1600 vor Christus. Für Indianer in den Anden ist Maca eine wertvolle Ware. Weil da eigentlich keine anderen Feldfrüchte wachsen, wurde Maca oft gegen Produkte aus niedrigeren Höhen getauscht wie Reis, Mais und Bohnen. Seit einigen Jahren handelt man auch mit getrocknetem Macapulver. Ursprüngliche Indianerstämme haben Maca regelmässig schon vor den Inkas wegen ihrem Nährwert und ihrer Heilwirkung verwendet. Maca ist der Hauptbestandteil der hiesiegen Nährung – wegen ihrem hohen Nährwert. Sie ist reich an Sachariden, Proteinen, Stärken und essenziellen Mineralien, vor allem Jod und Eisen. Der Wurzelknollen (Tuber) wird frisch oder getrocknet gegessen. Die frische Wurzel wird in Asche wie süsse Kartoffeln eingebraten, getrocknet, dann aufbewahrt und in Milch oder Wasser gekocht. Die Indianer bereiten auch ein fermentiertes, süsses, Alkohol haltiges Getränk zu, genannt Maca chacha. Im Gebiet Huancayo (Peru) sind ebenso sehr beliebt Pudding und Konfitüre aus Maca. Die Wurzel besitzt nämlich einen spezifischen, süssen Geschmack und Aroma.

Maca ist viele Jahrhunderte zur Erhöhung der Fruchtbarkeit bei Menschen und Tieren benutzt worden. Die ersten Erwähnungen stammen aus der Zeit kurz nach Besatzung des Landes durch die spanischen Konquistadoren. Die Eroberer beobachteten eine sehr niedrige Natalität bei Tieren unter den gegebenen klimatischen Verhältnissen. Die hiesigen Indianer empfahlen ihnen, die Nutztiere mit Maca zu füttern, und die Ergebnisse wurden so offensichtlich, dass es die Chronisten niedergeschrieben haben. Ein gewisser, mehr als 200 Jahre alter Vermerk, erwähnt eine Zahlung für 9 Tonnen Maca, die aus den Anden eben zwecks der Steigerung der Geburtlichkeit exportiert wurde. Der Einfluss auf Fruchbarkeit wurde zum ersten Mal Anfang der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunerts an Laborraten untersucht. Maca hat den Namen «peruanischer Ginseng» erhalten, obgleich sie mit Ginseng botanisch nicht verwandt ist. Die getrocknete Wurzel hat einen hohen Nährwert, strukturgemäss ähnlich den Getreidepflanzen wie Mais, Reis oder Weizen. Sie enthält 59% Kohlenhydrate, 10,2% Eiweiss, 8,5% Faserstoff und 2,2% Lipide. Ausserdem enthält sie eine Menge von essenziellen Aminosäuren und viel Kalcium und Eisen, weiter eine bedeutsame Menge von Fettsäuren samt Linolen-, Palmitin- und Ölsäure. Sie ist reich an Sterolen und vielen Mineralien, weiter finden wir Alkaloide, Tanine und Saponine. Die im Jahre 1981 durchgeführten chemischen Analysen haben den Gehalt an biologisch aktiven, aromatischen Isothiokyanaten, besonders p-Methoxylbenzyl und Isothiokyanat belegt, welchen der Effekt als Aphrodisiakum beigemessen wird. Die folgenden Studien haben die Wirksamkeit von Glukosinolaten bei Erhöhung der Fruchkbarkeit bewiesen. Der Alkaloidengehalt wurde bestätigt, aber dieser sind bis jetzt noch nicht quantifiziert worden.

Supra Maca Plus
Supra Maca Plus
Maca ist weltberühmt als energisierendes Mittel, unterstützt die Fruchtbarkeit und Widerstandsfähigkeit gegenüber physicher Anstrengung, dann die Libido bei Männern und Regulierung der Regelblutung, das Ungleichgewicht weiblicher Geschlechtshormone und zugleich den allgemeinen Gesundheitszustand während der Menopause, bestärkt das Denkvermögen und die Konzentration und hilft wirksam bei Ermüdungssyndrom. Sie wird als Alternative zu anabolen Steroiden für Sportler (Bodybuildern) wegen dem reichen Gehalt an Sterolen eingenommen. Heutzutage wird die getrocknete Wurzel als Arznei oder unterstützender Nahrungszusatz verkauft. In der peruanischen Herbalmedizin wird Maca auch als Immunostimulans, bei Anämie, Tuberkulose, unregelmässiger Menstruation, den Symptomen der Menopause, Magenkrebs, Unfruchtbarkeit (Impotenz) und anderen Zeugungs- oder Sexualstörungen und für ein besseres Gedächtnis verwendet.

Auf Grund der heutigen weltweiten Nachfrage ist eine neue Maca-Art gezüchtet worden, benannt Lepidium peruvianum Chacon sp.

Die folgende Studie hat uns freundlicherweise Prof. Ing. César Barriga Ruíz eingesendet. Er trägt u.a. an der Universidad Nacional Agraria La Molina in Lima vor, ist Vorsitzender der Gesellschaft PEBANI AGROFORESTAL S. A., die auch unserer Geschäftspartner ist.

Der Einfluss von Lepidium meyenii oder Lepidium peruvianum in Form von Maca Pulver auf die allgemeine Zustandsbesserung bei Männern.

Diese Probe wurde durchgeführt, um die Auswirkungen von Lepidium meyenii oder/und Lepidium peruvianum auf ein hormonales Modell, Sexualverhalten und Erektionsfunktion, physische Kondition und Reaktion auf Stress, den Spiegel roter Blutkörperchen und Nährwerte nachzuweisen.

Es wurden männliche Prüflinge im Alter von 20 bis 40 Jahre ausgewählt. Die beobachteten Männer wurden in zwei Gruppen eingeteilt, die eine hat Maca eingenommen, die andere ein blosses Plazebo im Einklang mit der verschriebenen Therapie.

Die Studie fand von Dezember 2000 bis Mai 2001 statt – unter dem Patronat der peruanischen University Cayetano Heredita, der naturwissenschaftlichen und philosophischen Fakultät und des Instituts für Forschung des Hochlands. Der Chef war Dr. Gustavo Gonzáles, weitere Mitarbeiter waren Amanda Cordova, Arturo Chung, Arturo Villena, Carmen Gomez, Carla Vega, Julio Rubio, Manuel Gazdo, Carla Gonzáles, Sharon Castillo und Diana Garayar.

Hämodynamische Aspekte

  • Therapie mit  Maca beeinflusst günstig die Senkung des diastolischen Drucks
  • Maca rufen weder Änderungen der Herzfrequenz, noch Blutoxidation netvor
  • Im Testverlauf wurde Hämatokrit nicht beeinflusst, wobei der antianämische Effekt nicht ausgeschlossen wurde

Nutritive Aspekte

  • Maca wirkt bedeutend als Kräftigungsmittel
  • Der energisierende Effekt kann durch Erhöhung des Hormonspiegel im Serum verursacht werden (falls Maca verabreicht)
  • Maca hat Energie durch Ausnutzung der Energievorräte im Fettgewebe verstärkt
  • Maca hat den Jodspiegel im Urin nicht erhöht
  • Maca hat die Zunahme von Muskelmasse beträchtlich verstärkt

Geisteszustand

  • Maca hat den Geisteszustand bei Männern verbessert (Konzentrationsvermögen, Konzentration usw.)
  • Durch die Maca Therapie erhöht sich grossenteils der Ausscheidungsspiegel von DHEAS bei Männern

Angstgefühle

  • Das Plazebo hat Angstgefühle gesenkt
  • Maca hat Angstgefühle nach 2 Wochen erheblich gesenkt
  • Stress
  • Eine Therapie mit Maca reduziert die Unausgewogenheit des Denkens und unterstützt offensichtlich die Stressbeständigkeit
  • Eine Therapie mit Maca hat allgemein den Stress gesenkt

Sexual und Zeugungsfunktionen

  • Maca hat die Begierde verschärft
  • Die Verabreichung von Maca hat den Spiegel der HL-Ebenen nicht beeinflusst
  • Die Verabreichung von Maca hat die Männerpotenz, Menge, Beweglichkeit und Geschwindigkeit der Spermien und Spermatozoide erhöht

Schlussfolgerung

Maca andina (Lepidium meyenii Walp., L. peruvianum) gelatinisiert in Laboratoriem La Molina

  • verbessert den Geisteszustand
  • senkt Angstgefühle
  • senkt Stress
  • verbessert die Stressbeständigkeit
  • erhöht den Spiegel des adrenalen Androgens (männlicher Gechlechtshormon)
  • erhöht die Begierde (Libido)
  • verbessert die Erektion
  • erhöht die Zahl und Beweglichkeit der Spermien

Kontraindikationen

Keine wurden beschrieben.

Nebenwirkungen

Keine wurden beschrieben.

Traditionelles ethnomedizinisches Rezept

Täglich 2 mal 8 Gramm Pulver.

Phytotherapeutische Eigenschaften

Aphrodisiakum, Immunostimulans, Emmenagogum, steroidal, nutritiv, gegen Ermüdung, Tonikum.

Phytochemische Zusammensetzung

Alkaloide, Aminosäuren, Betaekdosin, Kohlhydrate, Ca, Fe, Zn, P, Mg, p-Methoxybenzyl-Isothiokyanat, Proteine, Saponine, Stigmasterol, Sitosterol, Tanine, Vitamin B1, B2, B12, C, E.

 

Ernährungsprofil von der Maca-Wurzel. Bestandteile pro 10 Gramm


Aminosäure pro 10 g

Eiweiss 1–1.4 g

Alanine 63.1 mg

Kohlehydrate 6–7.5 g

Arginine 99.4 mg

Fett 220 mg

Aspartamsäure 91.7 mg

Faserstoff 850 mg

Glutaminsäure 156.5 mg

Ashe 490 mg

Glycine 68.3 mg

Sterole 5–10 mg

Histidine 41.9 mg

HO-Proline 26.0 mg

Minerale pro 10 g

Isoleucine 47.4 mg

Leucine 91.0 mg

Ca 25 mg

Lysine 54.5 mg

Cu 0.6 mg

Methionine 28.0 mg

Fe 1.5 mg

Phenylalanine 55.3 mg

Proline 0.5 mg

K 205 mg

Sarcosine 0.7 mg

Mn 80 mcg

Serine 50.4 mg

Na 1.9 mg

Threonine 33.1 mg

Zn 380 mcg

Tryptophan 4.9 mg

Tyrosine 30.6 mg

Fettsäure pro 10 g

Valine 79.3 mg

Linolensäure 72 mcg

Vitamine pro 10 g

Palmitsäure 52 mcg

Ölsäure 24.5 mcg

B2 39 mcg

B6 114 mcg

C 28.6 mg

Niacin 565 mcg

Energie pro 10 g

Kalorien 32.5 kcal

 

Quelle

Diccionario enciclopedico de plantas utiles del Perú, BRACK EGG A., CBC – Centro de Estudios Regionales Andinos «Bartolomé de Las Casas», Cuzco, Perú, 1999, ISBN 9972-691-21-0

Herbal secrets of the rainforest, TAYLOR L., Prima Health a division of Prima publishing, CA, USA, 1998, ISBN 0-7615-1734-0

Maca Planta Medicinal y Nutritiva del Perú, OBREGÓN VILCHES L., Instituto de Fitoterapia Americano, Lima, Perú, 1998, ISBN 9972-9001-3-1

Plantas Medicinales Nativas del Peru, PALACIOS VACCARO W.J., Concytec, Lima, Perú, 1997, ISBN 9972-50-002-1

Sesenta Plantas medicinales de la Amazonía Peruana, DESMARCHELIER C., WITTING SCHAUS F., eBio2000, Lima, Perú, 2000, ISBN 9972-9186-0-2

Vocabulario de los nombres vulgares de flora peruana, SOUKUP J. SDB, Editoria Salesiana, Lima, Perú, 1975

Ziololecznictwo amazońskie i andyjskie, ŹUROWSKA K., TowerPress, Gdańsk, Polska, 2001, ISBN 83-87342-41-6

 

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